Still wie eine Nacht im Hutong war es in den letzten zwei Wochen hier. Grund ist das Vollzeitprogramm aus Vortraegen und Hintergrundgespraechen, endlosen U-Bahnfahrten und Taxischleichen ueber Pekings ueberfuellte Ringstrassen; unterwegs bin ich meist von morgens um acht bis abends um halb 12. Unmoeglich, all die Informationen nur annaehernd sacken zu lassen, geschweige denn nachzuarbeiten und daraus Texte zu machen.
Die Luft steht, sie stinkt, sie klebt. In den letzten Nächten habe ich mit herrlichem Durchzug ganz ohne Klimaanlage schlafen können. Heute morgen jedoch bröckelt die Morgenluft förmlich durchs Fliegengitter herein und legt sich mir mit einem heißem, muffigen Druck auf die Lunge. Zeit für AC, wie sie hier sagen: Aircondition. Auch ein kurzer Morgeneinkauf [...]
Gesterm wieder ein langer Tag. Tsinghua, dann Redaktionsbesuch bei der Global Times, Chinas englischem Medium für internationale News, Essen und Treffen mit Chinakorrespondent Bernhard Bartsch. Anschließend Sexshop mit Xu, dem Stringer von China Television Service, mit dem ich zusammen zwei Drehtage für den Impotenz-Film meiner Freundin Britta Dombrowe verbringen werde. In einer Nebenstraße unweit vom [...]
In den letzten Tagen habe ich erstmal eine kleine Infrastruktur errichtet – einen Fön und ein Fahrrad gekauft (neu für 290 RMB – etwa 30 Euro) und das VPN eingerichtet. Dieses Virtual Private Network ist ein Internettunnel, mit dem man hinter die große Firewall kommt. Normalerweise sind für die meisten Chinesen 100.000de Seiten gesperrt – [...]
Beijing! Ich fühl mich schon fast wieder wie zuhause. Erkenne die Stadtteile, die Straßen. Now some fun facts: Mein Zimmer für den ersten Monat liegt im vierten Stock eines Wohnblocks, der sich um eine kleine Parkanlage im Innenhof gruppiert (Fotos folgen). Die Gegend rundherum – im Distrikt Dongcheng – ist noch von vielen Hutongs durchzogen. [...]